Die Wirtschaft in Deutschland schwächelt weiter, eine zuletzt im vergangenen Jahr erhoffte Erholung ist nicht eingetreten, auch stieg zuletzt wieder die Zahl der Erwerbslosen an. Aber längst nicht nur für aktuell Erwerbslose ist das Ausland attraktiv geworden. Ein beruflicher Neuanfang oder Quereinstieg in einem anderen Land ist eine echte Herausforderung, die kann sich aber durchaus lohnen.
Auslandserfahrungen sammeln oder dauerhaft auswandern
Fachkräftemangel und demografischer Wandel sind nicht allein auf Deutschland beschränkt, wenn beides hierzulande auch besonders gravierend ist. Aber auch andere Länder und Regionen kämpfen um qualifizierte Zuwanderer, einige zahlen potenziellen Einwanderern sogar Geld. Der Arbeitsmarkt in Deutschland hingegen ließ zuletzt einige Warnsignale aufleuchten: Experten kritisieren insbesondere den Leerlauf des Arbeitsmarktes. Das bedeutet in der Praxis: Unternehmen stellen kaum noch ein, Arbeitnehmer wechseln hingegen kaum noch den Arbeitgeber, da sie wissen, wie schwierig es wohl sein wird eine Neuanstellung zu finden. Währenddessen steigt die Zahl der Arbeitslosen seit drei Jahren an.
Im Ausland erwarten qualifizierte Zuwanderer hingegen oftmals durchaus attraktive Chancen. Selbst dann, wenn gar nicht geplant ist dauerhaft auszuwandern. Sogar diejenigen, die es nur für einige Jahre ins Ausland verschlägt, können anschließend mit ihrer interkulturellen Kompetenz, Anpassungsfähigkeit, international ausgerichteten Netzwerken und weiteren Sprachkenntnissen punkten. All das schafft heute schon Vorteile auf dem deutschen Arbeitsmarkt und wird es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in der Zukunft.
Der Gedanke ist schnell gefasst - aber schon mit der Vorbereitung wird es komplizierter
Auswandern oder im Ausland arbeiten hört sich aus nachvollziehbaren Gründen immer gut an, aber der Aufwand ist nicht zu unterschätzen. Zunächst einmal gilt es im Ausland etwaige Visabestimmungen und Arbeitsgenehmigungen zu prüfen, auch müssen Versicherungen rechtzeitig organisiert und Lebenshaltungskosten durchkalkuliert werden. Dazu kommen noch Punkte wie lokale Besonderheiten, etwaige Sprachbarrieren und natürlich die Wohnungssuche. Indes gilt es auch in Deutschland viel zu erledigen, angefangen mit Wohnungskündigungen oder dem Verkauf der Immobilie bis hin zu behördlichen Abmeldungen.
Sprachkenntnisse sollten schon vor Jobantritt vorliegen, mindestens in einer Qualität, mit der man sich halbwegs sicher im Alltag verständigen kann. Idealerweise haben Fachkräfte, die es ins Ausland verschlägt, dort schon ein kleines Netzwerk. Das ist hilfreich am Anfang, sei es bei Behördengängen oder einfach um sich mit den lokalen Besonderheiten vertraut zu machen. Speziell in der Anfangszeit sollte man so ziemlich jede Networking- oder berufliche Veranstaltung wahrnehmen, einfach um erste wichtige Kontakte zu knüpfen.
Wer mit Partner oder Freunden auswandert, kann exklusive Gruppenflüge nutzen, um auf stilvolle und sichere Weise am neuen Wohnort anzukommen. Diese speziellen Flüge bieten vor allem in dieser hektischen Phase eine wertvolle Entlastung. Außerdem könnte man so auch direkt Freunde mitnehmen, die auch in einer fremden Umgebung für erste Wohlfühlmomente sorgen.
Obgleich der Jobstart im Ausland durchaus viele Herausforderungen mit sich bringt und sich der Alltag fortan natürlich anders als zuvor gestalten wird, gibt es auf der anderen Seite auch positive langfristige Perspektiven. Außerdem ist eine Rückkehr natürlich nie kategorisch ausgeschlossen. Mit der gesammelten internationalen Erfahrung würde dann auch der erneute Jobstart im ursprünglichen Heimatland etwas einfacher werden.
Bildnachweis: Foto von Usame Dzinovic


