13/07/2026

Neuanfang in Osteuropa: Warum Rumänien mehr als eine Reise wert ist

Neuanfang in Osteuropa - Rumänien

Rumänien dürfte auch für West- und Zentraleuropäer ein starker Kontrast sein. Anders als in relativ überlaufenen Gebieten wie Deutschland, Frankreich, Italien und Co. ist der Massentourismus in Rumänien so gut wie gar nicht präsent, noch nicht einmal in der Hauptstadt. Für alle, die einen Neuanfang in Osteuropa anstreben, könnte genau das, gepaart mit den niedrigen Lebenshaltungskosten, ein wichtiges Argument sein.

In Rumänien herrscht Aufbruchstimmung

Das Land im Osten Europas ist auch ein Land der Kontraste. In den größeren Städten zeigt sich ein Bild der Moderne, wenn auch nicht unbedingt so modern wie Berlin, Paris oder Rom es sind. In ländlichen Gebieten hingegen, wovon es in Rumänien genügend gibt, ist das Bild deutlich traditioneller. Dort sind auch keine derart modernen Lebensstandards wie in ländlichen Gebieten Deutschlands oder Frankreichs zu erwarten. Die unberührte Natur und das stark entschleunigte Leben könnten aber einen ganz eigenen Reiz ausmachen. Die Wahrheit ist aber auch, dass Rumänien weniger stabil ist, als es mitteleuropäische Länder sind. Die Regierungsbildung ist jüngst wieder einmal gescheitert, zudem liegt das Land unweit des Kriegsgeschehens in der Ukraine.

Rumänien zunächst einmal erkunden und fühlen - bevor der Neuanfang zur Debatte steht

Aus den eben genannten Gründen ist es vor dem eigentlichen Neuanfang empfehlenswert, sich das Land einmal selbst aus der Nähe anzuschauen und praktisch zu erleben. Dafür genügt im Normalfall schon ein Urlaub von etwa einer bis zwei Wochen. Wer zudem gern mit dem Fahrrad unterwegs ist, könnte die Städte und ländlichen Gebiete direkt auf authentische Weise bei einer Radreise durch Rumänien erkunden. Praktisch ist das auch deshalb, weil man auf dem Fahrrad eher die Menschen kennenlernt als im Auto. Rumänen gelten als gastfreundlich, vor allem Menschen gegenüber, die ein wirkliches Interesse daran haben, das Land zu erkunden. So ist man weniger ein isolierter Tourist und dafür mehr ein Abenteurer, der vielleicht sogar auf einen selbstgebrannten Pflaumenschnaps oder einen Kaffee eingeladen werden könnte.

Mögliche Highlights und Ziele für eine Erkundungstour mit dem Fahrrad

Ob nun mit dem Zweirad oder auf vier Rädern unterwegs, viel zu entdecken gibt es in Rumänien in jedem Fall. Typische Highlights sind zum Beispiel:

  • Siebenbürgen (auch bekannt als Transsilvanien), das mit vielen mittelalterlichen Burgen und dichten Wäldern begeistert.
  • Die Karpaten sind eine imposante Bergwelt, eignen sich aber allen voran für erfahrene und sportliche Radler.
  • Das Donau-Delta ist immerhin das zweitgrößte Flussdelta in Europa und zudem ein beeindruckendes Biosphärenreservat.
  • Maramures und Bukowina liefern schöne Motive für beeindruckende Schnappschüsse, insbesondere von den bemalten Klöstern und alten Holzkirchen.

Natürlich sollten die größeren Städte wie die Hauptstadt Bukarest und beispielsweise Cluj-Napoca ebenfalls in Erwägung gezogen werden, vor allem wenn der geplante Neuanfang da stattfinden soll. Kulinarisch gibt es in der Stadt ebenso wie auf dem Land viel zu genießen. Polenta mit Schafskäse und Sauerrahm, frisches Brot und Sarmale sind das "Soulfood" des Landes. Generell ist die Küche Rumäniens ebenso herzhaft, wie die Menschen des Landes herzlich sind.

 

Bildnachweis: Foto von Steve Miller

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