27/03/2017

Auswandern ist kein Davonlaufen vor Problemen

So mancher träumt vom Auswandern, um vor Schulden oder Problemen zu Hause davonzulaufen. Doch so einfach ist das nicht, denn wer sich außerhalb der EU niederlassen möchte, benötigt ein Visum. Und gerade bei Langzeitvisa prüft das Zielland die persönliche Situation des potenziellen Einwanderers. Wer da keine weiße Weste mitbringt, stößt schnell auf Schwierigkeiten.

Bürokratische Hürden bei der Einwanderung beachten

Um ein begehrtes Einwanderungsvisum zu erhalten, ist in den meisten Ländern die Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses erforderlich. Der Grund liegt auf der Hand: Wer möchte schon einen Menschen im eigenen Land aufnehmen, der in seiner Heimat auf eine kriminelle Vergangenheit zurückblickt? Das polizeiliche Führungszeugnis kann online beantragt werden und kostet 13 Euro. Wer vorbestraft ist, erhält in der Regel die Gelegenheit, dies beim zuständigen Konsulat zu erläutern. Handelt es sich um eine geringfügige Strafe, die schon mehrere Jahre zurückliegt (z. B. ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, weil vor fünf Jahren einmal eine geringe Menge Haschisch gefunden wurde), dürfte dies keine Hürde für die Auswanderung darstellen. Bei schweren Delikten kann das schon anders aussehen.

Viele Länder setzen zur Erteilung einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis auch Sprachkenntnisse voraus. Dies kann für Auswanderer zur Stolperfalle werden, denn während die eigenen Englischkenntnisse oft noch reichen, um den Sprachtest zu bestehen, sieht es zum Beispiel bei Dänisch schon anders aus. Dänemark erwartet von seinen zukünftigen Einwohnern Dänischkenntnisse auf Universitätsniveau – hinzu kommen weitere Anforderungen.

Die finanzielle Situation

Generell ist es nicht unmöglich, trotz Schulden auszuwandern. Hierbei ist zu beachten, dass niemand den Schulden davonlaufen kann, denn Inkassobüros können Schuldner auch im fernen Ausland aufstöbern. Dennoch ist es leichter, das begehrte Visum zu bekommen, wenn die eigene Kreditwürdigkeit stimmt, d. h. wenn der Antragsteller schuldenfrei ist und ein gewisses Vermögen besitzt. Schließlich möchte das zukünftige Gastgeberland sicher sein, dass sich der Einwanderer selbst finanzieren kann und nicht dem neuen Staat auf der Tasche liegt.

Viele der beliebtesten Zielländer wie Kanada, Australien, Neuseeland und die USA verlangen ohnehin einen Nachweis über finanzielle Mittel. Darum ist es z. B. für Rentner oft leichter, ihren Altersruhesitz in sonnige Regionen wie Florida zu verlegen. Sie verfügen meist über hohe Rücklagen (angespartes Vermögen, Verkauf der Immobilie in Deutschland) und können regelmäßige Einkünfte (Rentenbezüge) bis an ihr Lebensende garantieren. Wer dagegen als Arbeitnehmer auswandern möchte, muss einerseits einige Rücklagen angespart haben und andererseits eine gewisse Qualifikation mitbringen, um sich im neuen Land den Unterhalt zu verdienen. Logischerweise haben es dann Antragsteller leichter, die über gute berufliche Qualifikationen, perfekte Sprachkenntnisse und finanzielle Rücklagen verfügen.

Bild: © istock.com/mrdoomits

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