20/07/2023

Nach Mallorca auswandern – die Anreise mit dem Auto

Mallorca kann mit dem Auto nur mithilfe einer Fähre erreicht werden. Wer also auf die Balearen-Insel auswandern möchte, muss nicht nur zahlreiche Kilometer auf französischen und spanischen Autobahnen zurücklegen, sondern auch eine Fährüberfahrt buchen. Auf der Trauminsel angekommen sind dann noch einige Formalitäten zu erledigen.

Vorbereitungen für die Überführung des Fahrzeuges

Wenn auf Mallorca bereits eine Wohnung gemietet oder ein Haus gekauft wurde, ist die Vorfreude oft groß. Doch Auswanderer, die gerne ihr Auto mit in die neue Heimat nehmen möchten, sollten nicht überstürzt handeln. Sich einfach in den Wagen zu setzen und loszufahren, kann später für Stress sorgen.

Eignung für den spanischen Straßenverkehr vorab prüfen

Als aller erstes sollte überprüft werden, ob das eigene Fahrzeug alle Bedingungen für eine Zulassung in Spanien erfüllt. Die können nämlich von denen in Deutschland abweichen. Wenn die Aussichten auf eine Zulassung schlecht sind, ist es oft sinnvoller, das Fahrzeug zu verkaufen und vor Ort ein neues Auto zu erwerben. Sofern aber nichts gegen eine Kfz-Anmeldung in Spanien spricht, können weitere Vorbereitungen getroffen werden.

Fahrzeug in Deutschland abmelden

Wer sein Fahrzeug vor der Einfuhr nach Spanien nicht in Deutschland abmeldet, muss das tun, sobald eine Anmeldung auf Mallorca erfolgt ist. Um sich diese Unannehmlichkeit zu ersparen, können Auswanderer bei der Abmeldung des Fahrzeuges in Deutschland ein Ausfuhrkennzeichen beantragen. Damit dürfen sie dann von Deutschland bis nach Mallorca fahren.

Die Route genau planen

Damit alle Insassen unbeschadet in Mallorca ankommen, sollten unbedingt ausreichend Pausen eingeplant werden. Mehr als acht Stunden am Tag sollte das Auto nicht von ein und derselben Person bewegt werden. Wenn mehrere Erwachsene mitfahren, können sich diese natürlich abwechseln. Allerdings wird es nach so vielen Stunden auch unbequem im Wagen, sodass unbedingt Übernachtungsstops eingelegt werden sollten. Idealerweise sollte der erste längere Halt bereits in Frankreich stattfinden.

Mit der Fähre von Barcelona aus übersetzen

Wahrscheinlich wird das Navigationssystem vorschlagen, in Barcelona eine Fähre nach Mallorca zu nehmen. Von dort aus legen mehrfach täglich Schiffe ab, die Palma de Mallorca innerhalb von sieben bis acht Stunden erreichen. Wer möchte, kann aber auch erst in Valencia auf die Fähre wechseln. Die Fahrt dauert von dort aus ungefähr genauso lange wie von Barcelona. Allerdings ist die Stadt durchaus einen Besuch wert, sodass sich ein Zwischenstopp dort lohnt.

Fährreisen für Sparfüchse und komfortbewusste Auswanderer

Aufgrund der langen Fährfahrt ist es empfehlenswert, sich einen Schlafsessel oder eine Kabine zu mieten. Wer möglichst viel Geld sparen möchte, kann aber auch einfach so als Passagier auf der Fähre mitfahren. Dann hat er Zutritt zu den Gemeinschaftsbereichen, aber keinen eigenen Rückzugsort. Da die Fähre gut genutzt werden kann, um ein wenig zu schlafen und sich für die letzte Etappe der Reise zu wappnen, ist eine Schlafgelegenheit jedoch ratsam.

KFZ-Fahrzeug in Spanien anmelden

Auf Mallorca angekommen, muss das Fahrzeug noch ordnungsgemäß angemeldet werden. Dazu muss vorab eine N.I.E. beantragt worden sein. Wer aber schon so weit ist, dass er sein Auto nach Spanien überführt, wird bereits im Besitz dieser Nummer sein. Außerdem ist ein „Certificado de características“ notwendig, das von einem Sachverständigen vor Ort ausgestellt werden kann. Genau wie in Deutschland muss das Auto eine Hauptuntersuchung bestehen. Diese trägt in Spanien den Namen ITV. Zusätzlich muss der Fahrzeughalter eine EG-Übereinstimmungsbescheinigung sowie die Zulassungsbescheinigung Teil II vorlegen können. Auswanderern, denen das alles ein wenig kompliziert erscheint, können sich an eine der Gestorías auf Mallorca wenden. Die helfen gegen eine kleine Gebühr gerne weiter.

Bildnachweis: Foto von Esther Höfling

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