16/05/2023

Wie einfach oder schwer ist es, nach dem Auswandern einen Job zu finden?

Wer in die beliebte Schweiz auswandern möchte, der steht häufig erst einmal vor der Herausforderung, dort eine neue Arbeitsstelle zu finden. Wie man häufig von anderen hört, ist dies jedoch nicht so schwer. Die Arbeitslosenquote in der Schweiz gestaltet sich im Vergleich zu anderen Ländern unterdurchschnittlich niedrig. Auch um die konjunkturelle Situation in derSchweiz ist es im internationalen Vergleich gut bestellt. Außerdem ist das Gehaltsniveau in der Schweiz relativ hoch – jedoch fallen auch die Lebenshaltungskosten (wie etwa Preise für Lebensmittel) überdurchschnittlich hoch aus.

In diesem Artikel erhalten Sie einige Infos, die Ihnen dabei helfen, in einer der attraktivsten Volkswirtschaften der Welt durchzustarten und Anfängerfehler zu vermeiden. Darüber hinaus sollten Sie sich gründlich informieren und vor dem finalen Schritt das Ganze vielleicht einfach mal testen.

Welche Berufe sind in der Schweiz besonders gefragt?

Ob gefragte Fachkraft etwa aus technischen Berufen, Vertrieb, Medizin bzw. Office Management oder hochqualifizierter Absolvent wie Architekt, Jurist oder Wirtschaftsprüfer: Gut ausgebildete Menschen sind auf dem Arbeitsmarkt Schweiz – wie auch in vielen anderen Ländern – gern gesehen und finden leicht Stellen. Doch auch Facharbeiter, Kräfte aus dem Pflegefach und Handwerker wie etwa Elektriker, Dachdecker, Schlosser oder Mechaniker werden in diesem Land mit offenen Armen empfangen.

In welchen Berufen verdient man in der Schweiz am besten?

Als Pilot, in der Medizin sowie in den Bereichen Versicherungen und Finanzen verdienen Angestellte in der Schweiz am besten. Das Durchschnittsgehalt liegt bei 78.000 Schweizer Franken. Wie auch in anderen Ländern bestehen allerdings regionale Unterschiede.

Doch auch als ungelernte Arbeitskraft wird man keine Schwierigkeiten haben, einen Job zu finden – etwa in der Gastronomie oder im boomenden Tourismus-Bereich. Wer also während eines Schweiz-Aufenthalts nur vorübergehend etwas jobben will oder in diesem Land nach einem ersten Kennenlernen eine Ausbildung absolvieren will, muss sich keine Sorgen machen.

Arbeitserlaubnis und weitere erforderliche Dokumente als EU-Bürger

Um eine gesonderte Arbeitserlaubnis muss man sich als EU-Bürger nicht bemühen. Allerdings benötigt man beispielsweise auch als Deutscher entweder eine Aufenthalts- oder eine Grenzgängerbewilligung. Berücksichtigen Sie deshalb gleich bei Beantragung dieses Dokuments, wie lange Sie ungefähr in der Schweiz arbeiten möchten – auch wenn Sie das vielleicht im Vorhinein nicht genau wissen.

  • Sinnvoll ist in vielen Fällen eine Kurzaufenthaltsbewilligung L, die für 12 Monate reicht.
  • Eine andere Möglichkeit ist die Aufenthaltsbewilligung B mit einer Gültigkeit von 5 Jahren. Doch auch wenn Sie die Dauer Ihres Aufenthalts erst einmal nur ungefähr eingeschätzt haben – man weiß ja nie, was dazwischen kommt – haben Sie dennoch die Möglichkeit, diese zu verlängern. Eine Ausnahme für diese Regelung besteht für eine vorübergehende Berufstätigkeit, die nur maximal 90 Tage in einem Jahr andauert.
  • Wer EU/EFTA-Staatsangehöriger ist, hat die Pflicht, sich über ein elektronisches Meldeverfahren anzumelden.
  • Spätestens drei Monate, nachdem die Arbeit begonnen hat, muss man sich als Arbeitnehmer bei einer schweizerischen Krankenversicherung versichern.

Vom Homeoffice aus oder als Pendler mit deutschem Wohnsitz in der Schweiz arbeiten

Personen, die ihren deutschen Wohnsitz beibehalten, bezeichnet man als „Grenzgänger“ – davon gibt es in der Schweiz ca. 60.000. Mindestens einmal pro Woche kehren sie nach Deutschland zurück. Dieses Modell lohnt sich besonders im Hinblick auf die überdurchschnittlichen Gehälter in der Schweiz, denn die deutschen Mieten sind weniger teuer. Dafür fallen die deutschen Steuersätze bekanntlich höher aus.

Besonders spannend kann es sein, vom Homeoffice aus in der Schweiz zu arbeiten: vom heimischen Arbeitszimmer aus kreativ oder fleißig sein und dennoch in den Genuss schweizer Gehälter zu kommen, kann ein interessantes Homeoffice-Modell darstellen, wenn man beispielsweise in den Bereichen Office Management, Internet, Marketing oder Finanzen arbeitet.

Als Grenzgänger hat man, wenn man dies möchte, zudem ggf. die Möglichkeit, sich bei einer deutschen Krankenversicherung zu versichern – man sollte sich bei Bedarf im Einzelfall genau erkundigen.

Wo findet man einen Job in der Schweiz?

Online-Stellenbörsen ermöglichen es dem Bewerber, sich ganz schnell eine neue Stelle herauszusuchen, die zu den eigenen Vorstellungen passt. Auch auf Plattformen wie LinkedIn kann man sich umsehen. Individuell eingerichtete Suchagenten ermöglichen es, diese Börsen eine Weile lang gezielt nach der perfekten Stelle zu durchforsten, ohne dass täglich auf diesen Seiten herumgestöbert werden muss. So finden Sie auf effiziente Weise einen Job in der Schweiz.

Wie man an einen Homeoffice-Job in der Schweiz gelangt? Im Prinzip muss man sich auf einer Stellenbörse umsehen und den optimal zu den eigenen Bedürfnissen passenden Homeoffice-Job heraussuchen. Wer bereits Kontakte hat, kann gezielt auf Firmen zugehen und beispielsweise mit den zuständigen Ansprechpartnern telefonieren.

Besonderheiten bei der Bewerbung in der Schweiz

Im Prinzip gelten dieselben Formalitäten wie bei einem deutschen Bewerbungsverfahren – also einfach in einen Bewerbungsratgeber einlesen, wenn man noch keine Routine im Bewerben besitzt. Man sollte bei der Formulierung von Lebenslauf und Anschreiben allerdings darauf achten, das „ß“ stets durch ein „ss“ zu ersetzen.

Zwei Vorstellungsgespräche sind in der Schweiz die Regel. Auch in Deutschland ist diese Vorgehensweise bei der Auswahl von Kandidaten keine Seltenheit. Referenzen werden von schweizerischen Arbeitgebern gern angefragt. Damit sind dann einfache Auskünfte von Vorgesetzten gemeint.

Begriffe bzw. Stichwörter, die man kennen sollte

  • Ferien: Damit ist in der Schweiz der Urlaub von Arbeitnehmern gemeint.
  • Fluktuation: In der Schweiz wechseln die Arbeitnehmer sowohl ihre Stellen als auch ihre Berufe häufig.
  • Selbstständigkeit: 13 % der in der Schweiz erwerbstätigen Personen sind ihre eigenen Chefs.
  • Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vokabeln, die jeder, der in die Schweiz zieht, bereits nach kurzer Zeit lernen wird. Doch auch noch nach längerer Zeit wird jeder, der in die Schweiz gezogen ist, noch viele Gelegenheiten haben, den eigenen schweizerischen Wortschatz zu erweitern.

Fazit

Die Deutschen genießen in derSchweiz große Beliebtheit. Und: Auch in derSchweiz herrscht – wie auch in anderen Ländern – ein großer Fachkräftemangel.

Man kann sich als Deutscher in den deutschsprachigen Regionen relativ gut verständigen, und es gibt bei der Zusammenarbeit aufgrund einzigartiger Vokabeln, die der jeweils andere Landsmann zu bieten hat, auch viel zu lachen.

Die Schweizerische Eidgenossenschaft gehört zwar nicht zur Europäischen Union, allerdings bestehen zwischen der Schweiz und Deutschland Abkommen, die das Arbeiten dort für Deutsche einfach und komfortabel machen. Dazu gehört beispielsweise die Personenfreizügigkeit, welche Vorteile für Personen aus dem ganzen EU-Raum bietet. Wichtig ist für jeden Auswanderer in jedem Fall, sich gründlich in die Gesetzeslage des Landes einzulesen.

Quellen

https://auswanderluchs.ch/1-schritt-als-deutsche-r-in-der-schweiz-einen-job-finden/

https://www.grenzgaengerdienst.de/jobs-in-der-schweiz-finden

https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/8687

Bildnachweis: https://pixabay.com/photos/mountains-clouds-cottage-cabin-1547302/

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